Mit großer Angst vor dem Abschied nahm ich schon 12 Tage vor Abflug meine Mutter am Flughafen in Empfang, weil wir beide in Genuss kommen durften uns schon fast zwei Wochen vor meiner Rückkehr in die Arme schließen zu dürfen und die letzten 10 Monate in einem spannenden und erlebnisreichen Urlaub Revue passieren zu lassen :o)
Wir haben viel unternommen, mit anderen Worten, ich habe sie ganz schön durch die Gegend gescheucht und das bei 48° C im Schatten, bzw. in der Wüste.
Wir haben den Norden bestaunt, waren in Yehudia vier Stunden durchs Wadi wandern, in Nazareth Village und haben uns das nachgebaute Klein-Nazareth angesehen.
Auf der Durchreise zum Totenmeer haben wir noch einen Abstecher in meine WG gemacht, kurz bevor auch die Hälfte meiner Mitbewohner kurz vor ihrem Abflug stand. Ein letztes Lebewoh und wir sehen uns Hannover erleichterte das Herz um einiges, da der Abschied ja nicht fpr lange sein sollte.
Die Fahr durch die Wüste setzte sich dann fort.
Mit einer echten Schlammschlacht haben wir es uns am Toten Meer gut gehen lassen, wenn man die Temperaturen dabei ein wenig in den Hintergrund zu stellen vermag, denn die haben uns die Reise keinesfalls erleichtert, aber wir hatten schon eine sehr schöne Zeit.
Eine Nacht unter Palmen in En Gedi auf dem Campingplatz blieb uns auch vergönnt, wobei man zu erwähnen hat: Leute so einen Sternenhimmel habt ihr schon lang nicht mehr gesehen !!!
Mutti bekam kaum ien Auge zu, wobei man nicht genau sagen kann, ob es an der Begeisterung des Himmelszeltes lag oder an der Angst, jemand könnte unseren schönen Mietwagen knacken.
Mutti bekam kaum ien Auge zu, wobei man nicht genau sagen kann, ob es an der Begeisterung des Himmelszeltes lag oder an der Angst, jemand könnte unseren schönen Mietwagen knacken.
Am nächsten Tag gingen wir durch En Gedi und von allen Wasserlöchern die man dort finden kann, ließen wir auch nicht eines aus.
Nach Massada setzte sich unsere Reise gen Süden fort.
Mit einem Zwischenstop in Eilat und einer Nacht im Shelter ging es auch direkt weiter nach Ägypten in den Sinai.
Dort erlebten wir zwei gefüllte Tage mit Spannung, Spiel und Spaß.
Die erste Aktion war eine Quadtour durch die Wüste, der Spaß wurde dann fortgesetzt mit einer Erfrischung im Hotel eigenen Pool. Am folgenden Tag berauschte uns das Meer, dessen faszinierende Welt uns in seinen Bann zog. Wir schnorchelten über denn Blue Holes und betrachteten allerlei Fischarten.
Wir schlossen nette Kontakte mit anderen Deutschen und einem Amerikaner, deren Gesellschaft wir im entfernten Süden sehr genossen.
Lustig, wenn man sich zufälliger Weise in einem Urlaub zweimal trifft.
Die Reise führte uns dann nach dem Ägyptenausflug zurück ins wunderschöne Jerusalem, wobei viele der vorgenommenen Termine nicht einzuhalten waren, weil bei mir nun doch der Abschied näher rückte oder Fräuleinchen (also ich) nicht pünktlich aus dem Bett kam.
Alles in allem hatten wir eine echt schöne Zeit und einen wirklich gelungenen Urlaub.
Dann hieß es aber doch Abschied nehmen und so richtig bewusst ist einem das alles doch irgendwie nicht. Die Vorstellung davon gehen zu müssen fand ich grausam.
Was man doch alles für schöne Erlebnisse hatte in den letzten Monaten und jetzt sollte das für mich vorbei sein ???
Aber es ließ sich nicht aufhalten und im Endeffenkt muss ich gestehen hatte ich mehr Panik davor, als es am Ende wirklich schlimm war.
Die Ankunft in Deutschland war doch ziemlich nett.
Meine Schwester holte uns inklusive meines nun schon fast laufenden Neffen ab. Den Knirps habe ich ja nun über die hälfte seines Lebens nicht gesehen.
Mit einem netten Familienfrühstück wurde ich dann begrüßt und der Tag endete in einem fröhlichen Wiedersehensgespräch mit meiner besten Freundin. Wir haben wirklich den ganzen Tag verquatscht und das war gut so :o)
Am Samstag den 14.8. gab es dann tatsächlich eine Wilkommens-Überraschungsfeier für mich. Die Überraschung ist Ihnen gelungen. Ich war doch sehr froh alle wiedersehen zu können und die erste Woche ging so schnell vorbei. So auch die Weiteren.
Für alle die jetzt wissen wollen, wie es weitergeht.... -> ....
Ich beginne im Oktober mein Lehramtsstudium in Flensburg und freue mich nun auf den Lebensabschnitt der vor mir liegt :o)
Ich bin gewiss, dass Gott mich führen wird, auch auf heimatlichen Boden und bin dankbar für alles was er mir in dem letzten Jahr geschenkt hat.
Ich möchte euch hier nun auch abschließend danken, für alle Unterstützung im Gebet und auch für alle finanzielle Hilfe, die mir mein Jahr in Israel erst ermöglicht hat.
Gottes Segen wünsche ich euch.
Liebe Grüße
von eurer Sara


